33:32 (20:18) Heimsieg im ersten Spiel der neuen Saison gegen den VfL Oldenburg

Am Ende mussten die 2.397 Zuschauer, sofern sie Anhänger des HCL waren, noch einmal ordentlich zittern. Die Leipzigerinnen sahen noch zehn Minuten vor Ende des Spiels mit einer sieben-Tore Führung als der sichere Sieger aus, doch die Gäste aus Oldenburg gaben sich nicht geschlagen und erzielten 60 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer. Torfrau Katja Schülke war es mit Ihrer Klasse-Parade 13 Sekunden vor der Schlusssirene letztendlich zu verdanken, das beide Punkte in Leipzig bleiben konnten.

 

HC Leipzig gewinnt zum Saisonauftakt

 

Die Handballerinnen des HC Leipzig sind mit einem Prestige-Erfolg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Der deutsche Meister behielt am Sonntag im Duell gegen den DHB-Pokalsieger VfL Oldenburg mit 33:32 (20:18) die Oberhand und startete mit den ersten beiden Punkten die Operation Titelverteidigung. Vor 2.397 Zuschauern in der Arena Leipzig avancierte Mette Ommundsen (10/5) zur erfolgreichsten Werferin des HCL, bei dem Neuzugang Ania Rösler (7) einen glänzenden Einstand feierte. Überzeugen konnte zudem einmal mehr Torfrau Katja Schülke. Bei den Gästen war Angie Geschke (10/1) am treffsichersten.

 

Leipzigs Coach Heine Jensen konnte im Eröffnungsspiel gegen den VfL Oldenburg fast auf seine Bestbesetzung zurückgreifen, nur die am Knie operierten Maike Daniels und Maike Brückmann fehlten. Sein Oldenburger Kollege Leszek Krowicki musste auf die Langzeitverletzten Anna Badenhop (Knorpelschaden) und Kim Birke (Kreuzbandriss) verzichten. In der Anfangsphase machten beide Mannschaften noch einen nervösen Eindruck, nach etwa fünf, sechs Minuten wurden die Kombinationen aber sicherer. In der Folge entwickelte sich ein rasantes und intensives Spiel mit schönen Kombinationen, in dem Ulrike Stange an alter Wirkungsstätte in der vierten Minute mit dem 2:2 ihren ersten Treffer im Oldenburger Trikot erzielte.

 

Beide Teams hatten nun Betriebstemperatur erreicht und lieferten sich ein packendes Duell. Angie Geschke warf die Gäste beim 6:5 sogar erstmals in Führung und Geschke legte nach dem Leipziger Ausgleich das 7:6 nach. Leipzig übernahm nach dem 13:12 von Mette Ommundsen aber wieder die Führung und gab diese in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts nicht mehr aus der Hand. Auf mehr als zwei Tore konnten sich die Gastgeberinnen aber nicht absetzen, mit der Pausensirene sorgte Renate Urne dafür, dass dieser Abstand auch beim 20:18-Pausenstand Bestand hatte. Oldenburg hatte mit einer zusätzlichen Feldspielerin versucht den Ausgleich zu erzielen, doch ein Pass landete im Seitenaus und Urne verwandelte den Einwurf direkt ins verwaiste Tor des VfL.

 

 

Eine Minute vor der Pause stand es 18:18, nach dem Seitenwechsel aber zog Leipzig schnell (23:19/34., 25:20/38., 28:22/45., 31:24/50.) davon. Der Meister schien die Partie gegen den Pokalsieger im Griff zu haben, doch wie schon in der vergangenen Saison stellten sie sich und ihre Fans durch zahlreiche Nachlässigkeiten wieder auf eine Nervenprobe. Oldenburg kämpfte sich wieder heran und hoffte nach dem zehnten Treffer von Angie Geschke zum 33:30 vier Minuten vor Spielende wieder. Auch eine Zeitstrafe gegen Julia Wenzl, die auf der Linksaußenposition vier Treffer erzielte, brachte die Gäste nun nicht mehr aus dem Konzept, Parchina und Burde trafen, als die Schlußminute begann, lag Oldenburg nur noch mit einem Tor zurück.

 

Katja Schülke hatte auf Seiten von Leipzig großen Anteil daran, dass die Oldenburger Aufholjagd noch nicht mit dem Ausgleich belohnt wurde. Immer wieder reagierte die Torfrau glänzend. Und Schülke hielt auch den wichtigsten Wurf des Tages: Beim letzten Angriff setzte sich Hetmanek auf Linksaußen durch, an der HCL-Torfrau vorbei brachte sie den Ball aber nicht. "Ich bin stolz auf die kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Sie hat sich nie aufgegeben", sagte Krowicki. Sein Leipziger Kollege Heine Jensen machte einen sogar leicht verstimmten Eindruck: "Vielleicht habe ich zu früh gewechselt, und das hat die Mannschaft dann verunsichert. Auf jeden Fall war das ein sehr schwieriges Spiel für uns. Weil es das erste in der Saison war, bin ich zufrieden."

 

 

Quelle: hbvf.de

 

 

HC Leipzig

33

VfL Oldenburg

32

Datum: 06.09.2009 15.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig
Zuschauer: 2.397
Zeitstrafen: HCL: 3x2 Min.; VfL: 1x2 Min.
Siebenmeter: HCL: 5/5; VfL: 6/6
Schiedsrichter: Christopher Biaesch, Frank Sattler
Multimedia: Die Bilder des Spiels
   
Spiele und Tore HCL: 12 Katja Schülke
  25 Julia Plöger
  3 Mette Ommundsen (10/5)
  4 Sara Holmgren
  5 Anne Ulbricht (2)
  7 Natalie Augsburg (4)
  11 Sara Eriksson (2)
  13 Luisa Schulze
  14 Karolina Kudlacz (4)
  15 Ania Rösler (7)
  17 Lisa Wiren (1)
  19 Maria Kiedrowski
  22 Susann Müller
  23 Renate Urne (3)
   
Spiele und Tore Oldenburg: 1 Julia Renner
  6 Barbara Hetmanek
  7 Maike Schirmer
  9 Julia Wenzl (4)
  10 Monic Burde (1)
  12 Tatjana Surkova
  15 Wiebke Kethorn (5)
  18 Sabrina Neuendorf (7/5)
  20 Ulrike Stange (3)
  21 Angie Geschke (10/1)
  25 Anita Herr (1)
 

33 Natalja Parchina (1)

 

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