Die "Großen" haben es dieses Jahr verpasst, die "Kleinen" wollen es besser machen: deutscher Meister werden. Dazu muss die A-Jugend des HC Leipzig zunächst das Viertelfinal-Rückspiel gegen den VfL Oldenburg am Sonntag (14 Uhr, kleine Arena-Halle) schadlos überstehen, um sich beim Final Four am Pfingstwochenende in Blomberg den Meisterschafts-Traum zu erfüllen. Nach dem 29:25-Auswärtserfolg vergangenen Sonntag in Oldenburg scheint das Rückspiel Formsache. "Stopp", legt da Marion Mendel ihr Veto ein. "Vier Tore sind im Handball gar nichts. Wir können auf dem Vorsprung nicht ausruhen", sagt die Trainerin und fordert volle Konzentration.
Mendel verspricht, dass die Mädels alles geben, nicht nur, weil es ein Viertelfinale ist. "Es ist unser letztes Heimspiel der Saison und für einige Spielerinnen auch das letzte mit der A-Jugend überhaupt." Sie meint den 92-er Jahrgang, zu denen auch die Zwillinge Stefanie und Jaqueline Hummel gehören. "Die sind ganz besonders heiß", erzählt die Trainerin. Stefanie hat es schon im Hinspiel bewiesen, mit elf Treffern war sie in Oldenburg die überragende Spielerin auf dem Parkett. Von der Meisterschaft mag Marion Mendel übrigens gar nicht reden. "Erst mal wollten wir Süddeutscher Meister werden. Das haben wir geschafft. Jetzt heißt die Zielstellung Final Four. Punkt."
Dass ihre Schützlinge letztes Jahr Vizemeister waren, hat sich freilich herumgesprochen. Auf Wiederholung dürfte niemand scharf sein.