„Für die Kinder war es auf alle Fälle eine Bombensache“, sagt die 46-Jährige. Stimmung, Engagement und sogar das Wetter: Es habe alles gepasst. Dabei stand während des Camps im Sport- und Freizeitzentrum Grillensee in Naunhof nicht nur der Spaß am Spiel im Vordergrund. Auch ernsthafte Trainingseinheiten absolvierten die Mädchen: Zielwürfe, Geschicklichkeitsübungen und Körperdrehungen zum Beispiel.
Übungen, die auch die Fitness forderten. „Das fanden einige schon ganz schön anstrengend“, sagt Mühlner.
Zum Ausgleich gab es Angebote, wie man sie in nahezu jedem Ferienlager findet: Grillen am Lagerfeuer oder Besuche im Freibad. „Dort haben wir dann aber auch Beach-Handball gespielt.“ Das habe den Mädchen so gut gefallen, das Mühlner kurzerhand das Programm umstellte und alle Trainingseinheiten am Nachmittag ins Freibad verlegte. „Es sollte ja schließlich eine Mischung aus Handball und Ferienzeit sein“, sagt sie.
Eine Mischung, die offenbar sehr gelungen ist. Die Eltern jedenfalls seien zufrieden gewesen. „Zum Abschied wurde ich mit Geschenken überhäuft“, sagt die Handballerin. Rosen, Sekt, Wein und Pralinen durfte sie entgegennehmen. Auch für den Verein könnte das Camp schon bald zum Geschenk werden: Neben mehreren Neuanmeldungen habe das Ferienlager auch weitere positive Überraschungen mit sich gebracht, so Mühlner. Gleich zwei der Teilnehmerinnen entpuppten sich als hoffnungsvolle Talente. „Aus ihnen könnte wirklich etwas werden“, sagt Mühlner. „Wir haben schon mit den Eltern gesprochen, denn wichtig ist es jetzt, die entsprechende Förderung zu organisieren – zum Beispiel auf einem Sportgymnasium.“
Kerstin Mühlner will nun dafür sorgen, dass dieses erste HCL-Handball-Camp zur Dauereinrichtung wird. In den Herbstferien soll ein zweites Ferienlager folgen, auch wenn das Freibad dann geschlossen hat.