Der HC Leipzig hat sein fünftes Spiel in der Königsklasse nach einer ganz starken und überzeugenden Mannschaftsleistung in Kroatien bei Podravka Koprivnica verdient mit 29:28 gewonnen und hat damit einen großen Schritt gen Hauptrunde gemacht. Die Jensen-Sieben war das gesamte Spiel über vor ca. 1.700 Zuschauern, darunter auch 30 angreisten Fans aus der Messestadt, die bessere und aktivere Mannschaft und wusste vor allem auf der Torhüterposition sowie in der Defensive zu überzeugen. Susann Müller steuerte 10 Treffer zum Sieg bei und war damit treffsicherste Leipzigerin.

 

Leipzig bleibt in der Champions League in der Spur

In einer temporeichen und hart umkämpften hochklassigen Partie setzte sich der HC Leipzig am Samstag im kroatischen Koprivnica gegen den HC Podravka Vegeta letztlich knapp mit 29:28 (15:12) durch. Aufgrund einer vor allem in der Defensive gezeigten Energieleistung sind durch diesen Erfolg die Chancen auf ein Weiterkommen in der Königsklasse deutlich gestiegen. Bereits wenige Stunden zuvor hatte in der spannenden Leipziger Gruppe A Viborg den norwegischen Vizemeister Byasen deutlich mit 29:22 distanziert, sodass Leipzig im Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde gegen die Norwegerinnen am kommenden Sonntag im psychologischen Vorteil ist. Der HCL hatte in Susann Müller mit 10 Treffern und der auf Linksaußen stark aufspielenden Natalie Augsburg (6) die besten Werferinnen, Andrea Penezic (10) und Svitlana Pasicnik (9) trafen am besten für Podravka Vegeta.

 

 

Sofort nahm die Partie Tempo auf, schon beim 0:1 durch Augsburg setzte der HC Leipzig seine Außenspielerinnen ein, Augsburg konterte auch zum 3:3 (6.). Zwar fand Podravka Vegeta in der Anfangsphase immer wieder die richtigen Antworten, doch die gut aufgelegte Katja Schülke hatte die etatmäßige Torschützin der Kroatinnen, Andrea Penezic, immer wieder gut im Griff. Eine ihrer Paraden nutzte Renate Urne nach zehn Minuten zur 6:4-Führung der Gäste aus Leipzig. Die gute und aggressive Abwehr wusste der HCL jedoch nicht immer zu nutzen und verpasste dabei etwa die Kontermöglichkeit zum 7:5, da der Ball ungenau nach vorn gespielt wurde. Stattdessen setzte sich beim 6:6-Ausgleich erneut Penezic durch, die in einer von der Nervosität geprägten Phase beider Teams auch zum 7:7 traf. Leipzig konnte jedoch immer wieder vorlegen, zumal Schülke einen Wurf von Pasicnik aus dem erweiterten Gegenstoß parierte und Augsburg die Vorlage zum 9:7 erfolgreich abschloss. Auch in Unterzahl gelang es Podravka nun nicht, den Anschluss wieder herzustellen, zu durchschaubar waren die Angriffshandlungen für die HCL-Abwehr. So war es an Koprivnicas Trainer Zdravko Zovko, nach 23 Minuten eine Besprechungspause zu beantragen.

 

 

Die ruhige Minute schien vor allem Leipzig zu helfen, Müller erhöhte von der Linie gegen Zderic auf 11:9 und Ulbricht brachte den Ball zum 12:9 unter. Die Fans der Leipzigerinnen unterstützten ihre Mannschaft indessen lautstark und machten die Partie beinahe zu einem Heimspiel. Eine weitere Überzahlsituation konnte Leipzig dann nicht nutzen, um sich entscheidend abzusetzen, Augsburg traf lediglich zum 10:14. Zum wiederholten Mal gingen Konterpässe verloren, zudem setzte Koprivnica in der Endphase der ersten Hälfte zweimal Svitlana Pasicnik in Szene, die auf 11:14 verkürzte. Nach einer Leipziger Auszeit setzten die Gastgeberinnen zudem einen Gegenstoß zum 12:14. In der Schlusssekunde stellte Ania Rösler den 12:15-Pausenstand her. Der knappe Rückstand schien Podravka Koprivnica allerdings neue Kraft zu geben. Das Rückzugsverhalten der Kroatinnen war weiterhin gut und die Abwehr packte kraftvoller zu. Dagegen ging Leipzig fahrlässig mit den erkämpften Bällen um. Schülke parierte drei Würfe in Serie, doch lediglich Mette Ommundsen war beim 16:13 (33.) schneller als die Kroatinnen. Sie verletzte sich allerdings vier Minuten später am Fuß und Maja Koznjak nutzte den Leipziger Schock mit einem Doppelschlag zum 17:18-Anschlusstreffer (38.). Den Ausgleich von der Siebenmeterlinie ließ sich Pasicnik nicht nehmen, zwanzig Minuten vor Spielende schien die Partie wieder offen, zumal Koprivnica Leipzig mit einer offensiven Deckung erfolgreich irritieren konnte.

 

 

Es folgte ein weiterer Nackenschlag für die Gäste, Renate Urne wurde nach einem Foul gegen Svitlana Pasicnik zum dritten Mal mit einer Zeitstrafe belegt und musste frühzeitig duschen gehen. Dennoch schien Zdravko Zovko an der Außenlinie alles andere als entspannt, wild gestikulierend verlangte er mehr Konzentration von seinen Schützlingen, die erneut an der im Vergleich zum Mittwoch stark aufspielenden Schülke scheiterten und danach das 18:20 (43.) durch Rösler hinnehmen mussten. Die Kroatinnen konnten sich noch bei ihrer Torfrau Marta Zderic bedanken, die einige HCL-Würfe zunichte machte. So gelang Koprivnica zwölf Minuten vor Schluss der 21:22-Anschluss, aber Leipzig zeigte sich in der hitzigen Atmosphäre der Halle nervenstark und sofort traf Susann Müller. Rösler stahl sich aus ihrer Sonderbehandlung und Kudlacz stellte die 25:21-Führung (51.) aus HCL-Sicht her. Doch diesen Vorsprung hatte Leipzig zweieinhalb Minuten vor Abpfiff beinahe verspielt. Podravka hatte Konzentrationsschwächen des HCL genutzt und sich auf 26:28 herangekämpft, wieder war es Andrea Penezic, die den Anschlusstreffer setzte. Die Partie wogte hin und her, den nächsten Leipziger Treffer beantwortete Koznjak. So stand es 29:28 für Leipzig, als HCL-Trainer Heine Jensen die Auszeit nahm, eine knappe Minute war noch zu spielen. Doch wie schon in der ersten Hälfte verloren die Gäste nach der Besprechung den Ball, zudem wurde Leipzigs beste Werferin Susann Müller auf die Sünderbank geschickt. Aber der Angriff der Gastgeberinnen verpuffte nach einem Ballverlust, und Schülke parierte einen letzten Distanzwurf. So blieb es beim letztlich knappen Leipziger Sieg, der alle Möglichkeiten auf das Weiterkommen in die Hauptrunde eröffnet.

 

Quelle: handball-world.com

 

 

 

 

 

Podravka Koprivnica

28

 

HC Leipzig

29

Datum: 09.01.2010 15.15 Uhr
Spielstätte: Sport Hall Fran Galovic
Zuschauer: 1.950
Zeitstrafen:

Podravka: 4x2 Min.; HCL: 6x2 Min.

Rot: Urne (3.Zeitstrafe)

Siebenmeter: Podravka: 4/3; HCL: 4/3
Schiedsrichter: M.Johansson und J.Kliko (SWE)
Multimedia: Die Bilder des Spiels
   
Spiele und Podravka:  1 Marta Zderic
  2 Andrea Covic (1)
  3 Lea Vukojevic
  4 Maja Koznjak (4)
  5 Iva Pongrac
  6 Monika Beljo
  7 Ivana Petkovic (2)
  9 Maja Zebic (1)
  10 Anita Gace (1)
  11 Ivana Dragisic
  14 Anita Poljak
  15 Andrea Seric
  16 Ivana Jelcic
  17 Svitlana Pasicnik (9/2)
  23 Andrea Penezic (10/1)
   
Spiele und Tore HCL:   12 Katja Schülke
  25 Julia Plöger
  3 Mette Ommundsen (1)
  4 Sara Holmgren (1)
  5 Anne Ulbricht (1)
  7 Natalie Augsburg (6)
  8 Maike Daniels
  11 Sara Eriksson (1)
  14 Karolina Kudlacz (3)
  15 Ania Rösler (5)
  17 Lisa Wiren
  22 Susann Müller (10/3)
  23 Renate Urne (1)

 

 

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