Die Handball-Bundesliga der Frauen hat künftig zwei Startplätze in der Champions League. Das teilte die Europäische Handball-Föderation (EHF) am Freitag mit. Grund dafür ist die Verbesserung Deutschlands in der europäischen Club-Rangliste vom neunten auf den siebten Rang. Zudem bekommt die Bundesliga auch einen weiteren Platz im EHF-Pokal. Dafür fallen die bislang zwei Startplätze im Challenge Cup weg, so dass Deutschland weiterhin fünf Mannschaften in den Europacup-Wettbewerben Champions League (2), EHF-Cup (2) und Cup der Pokalsieger (1) stellt.
Aufgrund der guten Platzierungen in der letzten Saison, in der der HC Leipzig und Thüringer HC ins Endspiel einzogen, sowie Bayer Leverkusen und ProVital Blomberg-Lippe das Halbfinale erreichten, kletterte die deutsche Liga vom neunten auf den siebten Tabellenplatz. In dem Ranking der EHF wurden die Platzierungen der Spielzeiten 2006/07, 2007/08 und 2008/09 eingerechnet. Mit den bisherigen Erfolgen in dieser Saison, unter anderem dem Einzug des HC Leipzig in die Hauptrunde der Champions League und auch alle anderen Vereine sind noch im Wettbewerb, sollte die Frauenbundesliga den Platz zumindest halten können - zumal der Vorsprung auf die folgenden Österreicherinnen durchaus komfortabel ist. Viele Veränderungen gab es nicht in der Rangliste des europäischen Damenhandballs. Auf den ersten sechs Plätzen rangieren nach wie vor die Topnationen Dänemark, Russland, Ungarn, Norwegen, Spanien und Rumänien. Einziger Neuling in den Top 7, die je zwei Startplätze in der Champions League und im EHF-Pokal erhalten ist Deutschland mit 59,18 Punkten.
Dafür büßte Slowenien seine gute Ausgangsposition ein und stürzte mit nur noch 36 Punkten auf dem Konto vom siebten auf den elften Platz. Unverändert auf dem achten Rang ist dank der starken Leistungen von Hypo Niederösterreich in den vergangenen Jahren mit 48 Punkten Österreich. Hinter dem Land aus der Alpenrepublik folgen mit knappem Rückstand Frankreich und Kroatien. Ebenfalls auf dem Weg nach oben befinden sich die Ligen von Serbien und Montenegro. Beide Ligen kletterten um einen Rang und belegen nun die Plätze 12 und 13. Seinen Startplatz in der Königsklasse büßten Island und Italien ein, dafür rückten Tschechien und Bosnien-Herzegowina in die Top 24. Schweden verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr zwar insgesamt um vier Plätze, verpasste jedoch einen Startplatz für die Champions League mit 0,22 Punkten Rückstand gegenüber Portugal auf Platz 24.