"Wir konnten viel positives aus dem Larvik-Spiel mitnehmen."
Normalerweise herrscht nach Niederlagen immer Niedergeschlagenheit und dies oft auch etwas länger. Doch nach dem 20:23 (10:11) gegen den großen Favoriten Larvik HK aus Norwegen dauerte die Frustphase nur relativ kurz an und dies aus gutem Grund.
"Unsere Abwehr- und Torhüterleistung war wirklich sehr gut und stand der von Larvik nicht nach, doch in der Angriffsleistung haben wir deutliche Reserven, die wir eben an diesem Tag leider nicht aufs Parkett gebracht haben. Unser klares Ziel ist es, die Abwehrleistung vom Sonntag mit einer deutlich besseren Angriffsleistung in Ljubljana zu kombinieren und vielleicht gelingt uns dann ja die Überraschung. Wenn wir dazu genauso grandios kämpfen wie gegen Larvik, dann haben wir eine Chance." sagte Trainer Heine Jensen einen Tag nach dem großen Kampf seiner Mannschaft, den auch Gegner Larvik anerkannte: "Normalerweise bringen wir ein Spiel immer sicher nach Hause, wenn wir mit vier Toren in Halbzeit zwei führen. Ich habe es diese Saison noch nicht erlebt, dass eine Mannschaft dann nochmal zurückgekommen ist. Leipzig gelang das im Spielverlauf sogar drei Mal, das ist ganz stark." sagte Larvik-Coach Karl-Erik Bøhn.
Zimperlich gingen die Norwegerinnen in der Abwehr nicht zu Werke, was die HCL-Spielerinnen im Angriff deutlich zu spüren bekamen. Die Trikots wurden immer wieder auf ihre Reißfestigkeit hin getestet. Manager Kay-Sven Hähner. "Das war schon grenzwertig, vor allem wie sie Susann Müller bearbeitet haben. In der Bundesliga hätten wir da sicher fast das ganze Spiel in Überzahl gespielt. Aber so geht es auf diesem Niveau zur Sache, da muss man sich anpassen und das werden wir mit Sicherheit auch machen müssen."
Donnerstag nach Slowenien
Bereits am Donnerstag nach dem Früh-Training macht sich der HCL-Tross mit dem Mannschaftsbus auf den 850 Kilometer weiten Weg nach Ljubljana, wo am Samstag um 16.30 Uhr das Spiel gegen den zweifachen Champions League Sieger KRIM Mercator Ljubljana angepfiffen wird. Einen Tag später wird eine insgesamt 40-köpfige Sponsoren-, Presse- und Fandelegation per Flugzeug und Bus in Ljubljana eintreffen, um ihr Team zu unterstützen. Neben dem gewohnten Live-Ticker beim MDR und auf der HCL-Homepage, kann man das Spiel auch LIVE und in voller Länge auf Eurosport 2 sehen.