30 Minuten am Sieg geschnuppert!
Das zweite Gruppenspiel in der Champions League Hauptrunde führte den HCL zum slowenischen Meister und zweifachen Gewinner der Königsklasse, RK Krim Mercator Ljubljana. Bereits am Donnerstag nach dem Vormittagstraining brach der HCL Tross mit dem Mannschaftsbus auf in die knapp 900 Kilometer von Leipzig entfernt liegende slowenische Hauptstadt. Aufgrund heftiger Schneefälle erreichte man dann nach knapp 13 Stunden Fahrt erst kurz nach Mitternacht sein Reiseziel und checkte im „M-Hotel“ für die nächsten zwei Tage ein. Nach der Video-Sitzung am Freitagvormittag stand dann um 17.00 Uhr das abschließende Training in der Spielhalle auf dem Programm, jedoch gestaltete sich die Busfahrt zur Halle weitaus schwieriger als gedacht. Dichter Verkehr kombiniert mit viel (Sehr Viel!) Schnee in der Stadt sowie einem Führungsfahrzeug samt slowenischem Guide, der zwar die kürzeste Wegstrecke wählte, jedoch nicht auf die Bustauglichkeit der Route achtete, stellten HCL-Busfahrer Wolfgang vor ungeahnte Probleme. Endlich an der Halle angekommen, gab es aufgrund einer Veranstaltung in den benachbarten Uni-Gebäuden das nächste Problem zu bewältigen, denn man hatte schlicht versäumt, eine geeignete Halte- und Parkmöglichkeit für den Leipziger Bus zu beschaffen. War auch dies bewältigt, bat Coach Heine Jensen dann endlich zum knapp 90-minütigen Training vor dem Spiel und man ließ anschließend den Abend in Ruhe im Hotel ausklingen.
Der Spieltag selbst begann mit dem Frühstück zusammen mit der gerade aus Leipzig angekommenen HCL-Fangemeinde, die sich mit zwei Kleinbussen am Vorabend auf den Weg nach Ljubljana gemacht hatten und deren Anzahl zusammen mit der kleinen Sponsorendelegation, welche bereits am Vortag eintraf, stattliche 40 Personen betrug. Nach der Fahrt zur Spielstätte bereitete man sich auf das Match vor, während sich die kleine, knapp 2.000 Zuschauer fassende Halle, zusehends mit Leben füllte. Bereits Minuten vor dem Anpfiff herrschte super Stimmung auf den Rängen, auch weil der knapp 100 Personen zählende „harte“ Kern der Krim-Fans es vorzüglich verstand, sein Team mit allerlei Instrumenten und Trommeln lautstark zu pushen. Knapp 1.800 teils lustig verkleidete Zuschauer (es war Karneval in der Stadt) fanden letztendlich den Weg in die Spielstätte und das Match konnte beginnen.
Und es begann mit einem Tempo, was der geneigte Handballzuschauer so wohl auch nur selten zu Gesicht bekommt! Krim suchte in den Anfangsminuten sein Heil ausnahmslos in der Offensive und baute von der ersten Sekunde an enormen Druck auf. Doch der HCL hielt dagegen und zeigte den Gastgeberinnen, dass man nicht zu Unrecht den Einzug in die Runde der Weltbesten acht Teams geschafft hatte. Nach sieben Minuten schien das Geschehen auf dem Parkett den für viele wohl erwarteten Verlauf zu nehmen, denn der Favorit aus Slowenien konnte zu diesem Zeitpunkt beim 5:2 bereits eine drei-Tore Führung verzeichnen. Doch Leipzig kämpfte sich umgehend wieder heran und schaffte es immer wieder, den Rückstand zu verkürzen bzw. nicht höher werden zu lassen. Nach 15 gespielten Minuten beim Stand von 7:5 hatten die Leipziger die Anfangsoffensive der Hausherrinnen dann endgültig überstanden und das Tempo des Spiels wurde merklich geringer. Aus einer Bärenstarken Deckung heraus, hinter der eine gut aufgelegte Katja Schülke erneut Ihre individuelle Klasse mit tollen Paraden unter Beweis stellte, übernahm jetzt der Deutsche Meister die Kontrolle über das Spielgeschehen und ging durch zwei Treffer in Folge durch Ommundsen und Eriksson nach 19 Minuten mit 8:9 in Front, was eine sofortige Auszeit der Gastgeberinnen zur Folge hatte. Doch auch nach dieser kleinen Unterbrechung blieb Leipzig weiter am Ball und wusste selbst in Unterzahl mit tollem Angriffsspiel zu überzeugen. Nach 28 Minuten betrug der Vorsprung für den HCL beim 15:11 bereits vier Treffer, jedoch versäumte es die Jensen-Sieben in dieser Endphase der ersten Hälfte, weitere Tore zu erzielen und ließ so sehr gute Chancen ungenutzt. Beim 15:12 für den HCL ging es dann in die Halbzeitpause.

Das Krim nach der Auftaktniederlage in Györ vor Wochenfrist nun in den zweiten 30 Minuten ihres ersten Hauptrunden-Heimspiels gnadenlos um den Sieg fighten würden, war wohl allen klar und für den HCL hieß das wiederum, die Anfangsminuten des zweiten Abschnittes gegen einen entschlossenen Gegner heil zu überstehen. Und Krim kam… Bereits nach drei gespielten Minuten konnten die Gastgeberinnen den Anschlusstreffer markieren, während beim HCL im Angriff die dringend benötigten Tore einfach nicht fallen wollten. Ein ums andere Mal scheiterten die Leipzigerinnen entweder am Holz oder an der jetzt besser aufgelegten slowenischen Torfrau und so mussten man nach 37 Minuten den von den Heimfans vielumjubelten Ausgleich zum 17:17 hinnehmen. Spätestens nach Führung für die Hausherren drei Minuten später zum 18:17 stand die Halle jetzt endgültig Kopf, HCL-Coach Jensen wusste jedoch umgehend mit einer Auszeit zu reagieren. Krim blieb jedoch auch in der Folge das bessere Team und konnte seine Führung über 20:17 und 24:20 nach 50 gespielten Minuten gar auf 27:21 ausbauen. Im Leipziger angriff wollte nun so gut wie gar nichts mehr gelingen und verworfene Bälle wechselten sich mit einfachen technischen Fehlern ab. Dennoch versuchte der HCL weiterhin alles, um noch einmal auf Schlagdistanz heranzukommen, doch zu weniger als drei Toren beim 28:25 vier Minuten vor dem Ende reichte es leider nicht mehr, sodass man sich nach 60 Minuten mit 32:26 sicherlich um einige Tore zu hoch geschlagen geben musste.
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Nach dem Spiel fuhr man zunächst wieder zurück ins Hotel, um mit den mitgereisten Fans und Sponsoren gemeinsam zu Abend zu Essen, bevor um 20.00 Uhr die Heimreise angetreten wurde. Um kurz nach 6 Uhr erreichte der HCL-Bus dann wieder die Tore der Messestadt.
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RK Krim Mercator Ljubljana 32 |
HC Leipzig 26 |
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Datum: |
13.02.2010 16.30 Uhr |
| Spielstätte: | Tivoli Hala (Ljubljana) |
| Zuschauer: | 1.800 |
| Zeitstrafen: | Krim: 3x2 Min.; HCL: 4x2 Min. |
| Siebenmeter: | Krim: 8/7; HCL: 2/2 |
| Schiedsrichter: | Vaclav Horacek/Jiri Novotny (CZ) |
| Multimedia: | |
| Spiele und Tore Krim: | 1 Jelena Grubisic (6 Paraden) |
| 2 Szandra Zacsik (7) | |
| 6 Ana Gros (1) | |
| 7 Maryna Vergeliuk (3) | |
| 8 Tamara Mavsar | |
| 12 Sergeja Stefanisin (13 Paraden) | |
| 13 Urska Vidic (1) | |
| 14 Liudmila Bodnieva (3) | |
| 20 Alja Koren | |
| 21 Alja Jankovic (1) | |
| 22 Dragana Cvijic (1) | |
| 44 Maja Zrnec (3/1) | |
| 77 Andrea Lekic (12/6) | |
| 85 Ana do Espirito de Sosa | |
| Spiele und Tore HCL: | 12 Katja Schülke |
| 25 Julia Plöger | |
| 3 Mette Ommundsen (3/1) | |
| 4 Sara Holmgren (2) | |
| 5 Anne Ulbricht (3) | |
| 7 Natalie Augsburg | |
| 8 Maike Daniels | |
| 11 Sara Eriksson (2) | |
| 13 Luisa Schulze (1) | |
| 14 Karolina Kudlacz (7) | |
| 15 Ania Rösler (2) | |
| 17 Lisa Wiren (2) | |
| 22 Susann Müller (4/1) |