Auch nach dem dritten Spiel in der Hauptrunde der Königsklasse vor 4.479 Zuschauern in der Leipziger ARENA steht der HCL ohne Punktgewinn in seiner Gruppe da. Gegen den Vorjahresfinalisten Györ aus Ungarn musste sich die Jensen-Sieben am Ende mit 21:23 geschlagen geben. Zu viele Chancen ließen die Messestädterinnen ungenutzt, darunter allein neun vergebene Konter. Die Gäste, die noch mit einem Tor Minus in die Kabinen gehen mussten, fanden im zweiten Abschnitt dank einer verstärkten Defensive und einer glänzend aufgelegten Katalin Palinger im Kasten zusehends besser ins Spiel und entschieden dieses eine Minute vor dem Ende mit dem Treffer zur Zwei-Tore Führung endgültig.

 

Nach den beiden knappen Auftaktniederlagen zu Beginn der Champions League Hauptrunde gegen Larvik und in Ljubljana gab nun der Vorjahresfinalist und Ungarische Meister Györ AUDI ETO seine Visitenkarte zum dritten Spiel in der Messestadt ab. Das Team von Trainer Csaba Konkoly konnte im bisherigen Saisonverlauf alle seine Ligaspiele gewinnen, in der Hauptrunde der Königsklasse steht man nach je einem Sieg und einer Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich auf TOP-Star Anita Görbicz mussten die Ungarinnen beim Spiel in Leipzig verzichten, die sich unter der Woche eine Bänderverletzung zuzog und daraufhin operiert werden musste. Bei den Leipzigerinnen kehrte Abwehr-Ass Renate Urne nach Ihrer im Training erlittenen schweren Gehirnerschütterung zurück ins Team und Coach Heine Jensen konnte somit aus den vollen schöpfen. 4.479 Zuschauer, darunter auch ein 300 Mann starker Anhang aus Györ, wollten sich dieses Spiel in der ARENA nicht entgehen lassen und sorgten bereits Minuten vor dem Anwurf für prächtige Handballatmosphäre.

 

Den ersten Anwurf hatten zwar die Gäste aus Györ, der erste Treffer der Partie gelang allerdings den Hausherrinnen durch Anne Ulbricht nach 42 gespielten Sekunden. Doch die Ungarinnen glichen postwendend aus und hatten wenige Sekunden später mittels eines Siebenmeters die Möglichkeit, erstmalig in Führung zu gehen. Einzig HCL-Torfrau Katja Schülke hatte da jedoch entschieden etwas dagegen und parierte den Strafwurf glänzend. Bis zur zehnten Minute setzten beide Teams zunächst voll auf die eigene Defensive und so bekamen die zahlreichen Handballfans beim Stand von 3:3 lediglich Tor-Schonkost geboten. Der HCL war zwar extrem bemüht, jedoch fanden die Jensen-Schützlinge zumeist in Katalin Palinger, der Hüterin des Gästetores, Ihren Meister. Selbst Konter und Gegenstöße, in denen die Leipziger Angreifer frei vor der ungarischen Nationalkeeperin auftauchten, fanden im Abschluss nicht den Weg über die Torlinie.

 

Zwar konnte sich der HCL nach 21 Minuten zunächst durch die Treffer von Müller und Augsburg erstmals auf zwei Treffer, nach einem weiteren Doppelschlag von Ommundsen und Müller gar bis auf vier Tore absetzen, jedoch blieben erneut viele gute Tormöglichkeiten ungenutzt und man verpasste die Chance auf eine noch höhere Führung. Györ reagierte auf den Vier-Tore Rückstand umgehend mit einer Auszeit, und agierte nun wieder konzentrierter und sicherer im eigenen Angriff. Bis zum Seitenwechsel konnte so der Rückstand auf die Leipzigerinnen Tor um Tor verkürzt werden und so ging es beim Stand von 10:9 für den HCL in die Kabinen.

 

Erneut sorgten die Gastgeberinnen nach dem Seitenwechsel für den ersten Treffer des zweiten Spielabschnittes, in welchem jedoch die Härte vor allem auf Seiten der Gäste immens zunahm, was vor allem Mette Ommundsen und Susann Müller stark zu spüren bekamen. Auch die beiden Unparteiischen aus Spanien zogen sich nun ein ums andere Mal den Unmut der Leipziger Fans zu, die mit der Auslegung der vergebenen Strafminuten überhaupt nicht einverstanden waren. Nach 36 Minuten gelang es dem HCL, sich erneut auf drei Treffer abzusetzen (14:11), doch genau wie in der ersten Halbzeit verpasste man durch auslassen größter Chancen eine höhere Führung. In der Folge entwickelte sich ein munteres und spannendes Handballspiel, in dem beide Teams dem anderen nichts schenkten und so die Spannung auf den Rängen aufrecht erhielten. Beim 17:17 ging es in die Schlussphase der Partie und nun bewiesen die Ungarinnen Ihre Klasse. Aus einer massiven Abwehr heraus spielend ging Györ per Doppelschlag erstmals mit zwei Treffern in Front (17:19) und gab diese Führung bis zur endgültigen Entscheidung nach 59 Minuten durch den Treffer zum 21:23, welcher auch den Endstand darstellen sollte, nicht mehr aus der Hand.

 

 

 

 

 

HC Leipzig

21

 

Györi AUDI ETO KC

23

Datum: 21.02.2010 15.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig
Zuschauer: 4.479
Zeitstrafen:

HCL: 4x2 Min.; Györ: 4x2 Min.

Siebenmeter: HCL: 3/3; Györ: 6/5
Schiedsrichter: A.Rodrdriguez Murcia und G.Muro San Jose (ESP)
Multimedia:

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Das Programmheft des Spiels

   
Spiele und HCL:  12 Katja Schülke
  25 Julia Plöger
  3 Mette Ommundsen (5/3)
  4 Sara Holmgren (1)
  5 Anne Ulbricht (4)
  7 Natalie Augsburg (4)
  8 Maike Daniels
  11 Sara Eriksson
  13 Luisa Schulze
  14 Karolina Kudlacz (2)
  15 Ania Rösler (1)
  17 Lisa Wiren (2)
  22 Susann Müller (2)
  23 Renate Urne
  Trainer: Heine Jensen
   
Spiele und Tore Györ:   1 Viktoria Oguntoye
  4 Dora Deaki 
  6 Orsolya Verten (1)
  7 Katarina Mravikova (3) 
  9 Patricia Szölösi 
  10 Noemi Virag
  14 Aniko Kovacsics 
  15 Aurelia Bradeanu (9)
  16 Katalin Palinger 
  18 Eduarda Idalina Amorim (7)
  22 Adrienn Orban 
  27 Szabina Mayer 
  31 Agnes Hornyak 
  80 Simona Spiridon (6)
  Trainer: Csaba Konkoly

 

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