Derbysieg beim FHC - HCL gewinnt 29:31 (15:16) in Frankfurt/Oder

Der HCL hat am Samstag das Ostderby beim FHC Frankfurt/Oder nach starker kämpferischer Leistung am Ende knapp aber verdient mit 31:29 vor 1.184 Zuschauern in der Frankfurter Oderlandhalle für sich entschieden! Die bis zum Schluss spannende und offene Partie wurde erst durch zwei Treffer von Susann Müller drei Minuten vor dem Ende entschieden. Leipzig lag dabei stets in Front, konnte sich allerdings zu keiner Zeit entscheidend absetzen und musste so stets den FHC-Ausgleich hinnehmen. Müller und Kudlacz waren am heutigsten Tag mit sieben sowie sechs erzielten Treffern am erfolgreichsten für das HCL-Team. "Das war ein Spiel auf sehr hohem Niveau und so etwas kann der Bundesliga nur gut tun. Natürlich bin ich froh, am Ende gewonnen zu haben, doch die Mädels haben sich diesen Sieg toll erkämpft" so HCL-Coach Jensen nach dem Spiel.

 

 

Derbysieg nach toller kämpferischer Leistung

Nach dem Sieg im „Nachholer“ unter der Woche in Trier konnte nun auch das nächste Spiel auf fremden Parkett gewonnen werden. Dabei sahen die knapp 1.200 Zuschauer ein hochklassiges und bis zum Schluss spannendes Handballspiel, in dem sich am Ende die größere Erfahrung und individuelle klasse der Messestädterinnen durchsetzte. Manager Kay-Sven Hähner sah das nach der Partie ähnlich: "Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, sind nicht einmal in Rückstand geraten. Kämpferisch und spielerisch war das heute in Ordnung", so Hähner.

 

Minuten vor der Partie herrschte bereits prächtige Stimmung auf den mit 1.184 Zuschauern gut gefüllten Rängen der Frankfurter „Oderlandhalle“. Knapp 30 HCL-Fans hatten sich ebenfalls auf den Weg ins knapp 250 Kilometer entfernte Oderstädtchen gemacht, um Ihr Team gebührend zu unterstützen. Das erste Tor des Spiels konnten die Gastgeberinnen nach 46 Sekunden erzielen, Natalie Augsburg ließ den HCL-Anhang zum ersten Mal nach 125 Sekunden nach Ihrem Treffer zum 1:1 Ausgleich jubeln. Vor allem die stark agierende Defensivreihe der Oderstädterinnen bereitete dem HCL in den Anfangsminuten einige Probleme und verhinderte ein geordnetes Leipziger Angriffsspiel. Nach zehn Minuten hatten die Zuschauer beim Stand von 3:3 zwar relativ ebenbürtige Teams, aber nur sechs Treffer in einer offenen Partie gesehen.

 

 

 

Ab der 15. Minute legte der Deutsche Meister dann aber einen kleinen Zwischenspurt ein, indem er das Tempo merklich verschärfte und nach fünf Treffern in Folge einen knappen 6:5 Rückstand in eine komfortable 4-Tore Führung (6:10/19.) verwandelte. Ganze sieben Minuten brauchten die Oderstädterinnen, um ihrerseits wieder einen Treffer zu erzielen und so ging es beim 7:10 in die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte. Zwar konnte sich der HCL nochmals auf vier Treffer absetzen (8:12/22.), doch der FHC zeigte bis zum Seitenwechsel enormen Kampfgeist und schaffte so in der 29.Minute den Treffer zum 15:15 Ausgleich. Leipzig, nun nochmals im Ballbesitz, hatte genau 17 Sekunden Zeit, um bis zur Pausensirene noch einen Treffer zu erzielen, was Susann Müller genau eine Sekunde vor dem Ende auch gelang und den HCL damit zu einer 1-Tore Pausenführung warf.

 

Hatten die Zuschauer bis dahin schon eine spannende und hochklassige Partie gesehen, sollte sich das in den nächsten dreißig Minuten noch bis zum äußersten steigern. Der FHC schaffte zunächst den erneuten Ausgleich durch die heute überragende Franziska Mietzner, ehe Leipzig nun stets einen Treffer vorlegte, ehe der FHC meist im direkten Gegenzug ausgleichen konnte. Dem HCL gelang es einfach nicht, sich entscheidend abzusetzen, auch weil in der Offensive der ein oder andere Ball leichtfertig her geschenkt wurde, und so blieb das Match bis zum Ende hin offen und höchst spannend. Nach 58.Minuten zeichnete sich beim 29:29 noch immer kein Sieger ab, als sich Susann Müller aus dem Rückraum ein Herz fasste und das runde Leder ganz cool unhaltbar in den Winkel hämmerte. Nach einem technischen Fehler des FHC gelangte die Jensen-Sieben erneut in Ballbesitz und wieder war es Müller, die diesmal mit einem Hüftwurf, den Treffer zur 29:31 Entscheidung pro HCL erzielte. Der Rest war blau-gelber Jubel auf dem Frankfurter Parkett sowie feiernde Leipziger Fans auf den Tribünen und die Erkenntnis, auch in „heißen“ Phasen die Nerven behalten und weitere zwei Punkte zur Verteidigung der Spitzenposition erkämpft zu haben.

 

 

 

 

FHC Frankfurt/Oder

29

 

HC Leipzig

31

Datum:

27.02.2010 16.00 Uhr
Spielstätte: Oderlandhalle (Frankfurt/Oder)
Zuschauer: 1.184
Zeitstrafen: FHC: 4x2 Min.; HCL: 1x2 Min.
Siebenmeter: FHC: 4/6; HCL: 3/5
Schiedsrichter: P.Fratczack und Paulo Ribeiro
Multimedia:

Der Liveticker des Spiels

Die Highlights als Video

Die Bilder des Spiels

   
Spiele und Tore FHC:  4 Annika Nega
  6 Franziska Mietzner (10/3)
  7 Arjenne Paap
  8 Susann Schneider (1)
  9 Janine Wegner (1)
  10 Lisa-Marie Preis
  11 Mandy Hering (5)
  12 Melanie Herrmann
  13 Kira Eickhoff (4)
  15 Anja Schneidemann
  18 Friederike Gubernatis (4/1)
  19 Bianca Trumpf
  20 Christine Beier (4)
  26 Mandy Burrekers
  Trainer: Dietmar Schmidt
   
Spiele und Tore HCL:   12 Katja Schülke
  25 Julia Plöger
  3 Mette Ommundsen (5/2)
  4 Sara Holmgren (1)
  5 Anne Ulbricht (2)
  7 Natalie Augsburg (1)
  8 Maike Daniels
  11 Sara Eriksson
  13 Luisa Schulze
  14 Karolina Kudlacz (6)
  15 Ania Rösler (5)
  17 Lisa Wiren (2)
  22 Susann Müller (7/1)
  23 Renate Urne (2)
  Trainer: Heine Jensen

 

 

 

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