Coach Jensen: "Buxtehude kein leichter Gegner"

 

Bei HCL-Trainer Heine Jensen und Lebensgefährtin Mette Ommundsen lief der Fernseher in den vergangenen zweieinhalb Wochen nahezu nonstop. Das skandinavische Paar gehört zu den großen Wintersport-Fans. Jensen bedauert, dass die 16 heißen Tage schon Geschichte sind. "Olympia hat zwei Nachteile", so der Däne: "Es ist zu schnell vorbei und dauert bis zum nächsten Mal viel zu lange." Beide wählten den norwegischen Sender, beide drückten Ole Einar Björndalen besonders die Daumen, freuten sich mit dem Biathlon-Star über dessen Happy End in der Staffel. "An Björndalen fasziniert mich, dass er nach seinen vielen, vielen Siegen immer noch hochmotiviert ist." Womit die Parallelen zum HCL und zur Frauen-Bundesliga hergestellt wären.

 

Ein solches Zwischenergebnis von nur drei Minuspunkten in 18 Spielen hatten die Leipziger Handballerinnen über Jahre nicht zu bieten, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt zwölf Miese. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Liga im April mit den Playoffs quasi noch einmal bei Null beginnt. Der HCL könnte sich also den einen oder anderen Ausrutscher bequem leisten. Stattdessen dominiert das Team um Katja Schülke die Liga, was nur zum Teil mit dem schwächer gewordenen Niveau selbiger zu tun hat. In erster Linie ist die Super-Serie eine Frage der Motivation, glaubt Heine Jensen. "Wir haben seit Ende Dezember immer wieder englische Wochen. Es wäre falsch zu behaupten, dass dies eine einfache Situation ist. Bei uns hat jeder für sich die Aufgabe, die Motivation hochzuhalten." Dies habe sein Team bislang gut gelöst. Doch Jensen weiß, dass auch das heutige Heimspiel gegen Buxtehude (19.30 Uhr) trotz günstiger Vorzeichen kein Selbstläufer wird. "Buxtehude ist kein leichter Gegner, sie können um die beiden nationalen Titel mitspielen. Vor allem haben sie eine offensive und unbequeme Deckung. Wenn wir da nicht voll bei der Sache sind, wird es sehr schwer."

 

Von den 14 Minuspunkten des Gegners (Rang fünf) solle sich niemand täuschen lassen. Kay-Sven Hähner hofft, dass sein Team erneut um die 2000 Zuschauer in die Arena lockt. "Am besten erst zum Handball kommen und danach zu Hause das Fußball-Länderspiel schauen", macht der Manager Werbung in eigener Sache. Am Sonntag (14 Uhr) präsentieren sich die Leipzigerinnen gegen Krim Ljubljana noch einmal daheim in der Champions League. Da hat das Team noch eine Rechnung offen. Doch daran dürfen die Spielerinnen erst nach dem heutigen Schlusspfiff gegen 21 Uhr denken.

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