Die Leipziger Nachwuchsspielerinnen mussten für ihr Halbfinalrückspiel einen kleinen Tagesausflug an den Bodensee zum SV Allensbach machen; 1.300 Kilometer, insgesamt 12 Stunden im Bus, dazwischen 60 Minuten Handball. Der Einzug in das Finale war nach dem Hinspiel in Leipzig, das die HCL-Jugend mit 47:23 gewann, schon so gut wie sicher. Wie erwartet war Allensbach aber hoch motiviert, hatte das Team im letzten Spiel seiner Trainerin doch einiges gut zu machen. Auf der Gegenseite nutzte HCL-Trainerin Dr. Marion Mendel das Spiel, um Spielzüge und Aufstellungsvarianten zu testen. Dementsprechend spannend wurde die Partie. Schnell war klar, dass keine der Mannschaften an diesem Tag deutlich überlegen war. Die Gastgeberinnen übernahmen das Zepter und nutzten die Tatsache, dass die Leipziger Gäste immer wieder gute Chancen vergaben, aus. Nach 10 Minuten führte Allensbach mit 6:2, Trainerin Mendel reagierte mit der Auszeit für den HCL. In den folgenden Minuten nutzten die Gäste ihre Chancen besser und schlossen in der 15.Minute durch einen Treffer von Jacqueline Hummel zum 8:6 auf. Eine Zwei-Minutenstrafe für Leipzig ließ den Spielfaden wieder abreißen, jetzt sahen die Allensbacher ihre Vorteile und nutzten die Überzahl zum Ausbau der Führung auf fünf Tore (20.Minute, 13:8). Ein weiteres Mal schien das Spiel zu kippen, in der 22. und 23.Spielminute kämpfte sich der HCL durch 3 Tore von Linda Jäger in Folge auf 13:11 heran.

Wenig später gelang wiederum Jacqueline Hummel der Anschlusstreffer zum 14:13. Bemerkenswert war in dieser Phase, dass Dr. Mendel ihrer jüngsten Spielerin, Michelle Schombel, viel Spielzeit gab und diese das Vertrauen in Abwehr und Angriff rechtfertigte. Nach 30 Minuten war das Spiel offen, Allensbach ging mit einer knappen 17:16-Führung in die Pause. Auch in der zweiten Spielhälfte führte Allensbach immer wieder, über den mehrfachen Ausgleich kamen die Leipzigerinnen nicht hinaus. Jetzt waren es Sabrina König und Marlene Windisch, die auf Leipziger Seite jeweils mit mehreren Treffern in Folge immer wieder für den Anschluss oder Ausgleich sorgten. Mitte der zweiten Halbzeit wurde das Spiel ruppiger, man merkte beiden Teams an, dass die unbedingt gewinnen wollten. Leider schienen die Schiedsrichter in dieser Phase nicht in der Lage, wieder Ruhe in das Spiel zu bringen. Den Sieg verschenkten die Leipzigerinnen in den letzten 10 Minuten aber wieder selbst, zu schwach war die Leistung im Abschluss, zu oft hatte auch die Allensbacher Torhüterin noch eine Hand am Ball. Und so musste die HCL-A-Jugend die Heimreise mit einer 35:32-Niederlage im Gepäck antreten. Nach einem spielfreien Wochenende werden die Leipziger Nachwuchsspielerinnen am 13.Mai das Finalhinspiel auswärts bestreiten, am 16.Mai dann das Finalrückspiel in der Leipziger Kleinen ARENA.

Für den HCL spielten: Zimmermann, Grosser; Jäger 8 Tore/ davon 2 Siebenmeter, Hansel, Schorradt 2, Morenz 1, J.Hummel 7, S.Hummel 3/ 1, Schombel 2, König 2, Möschter 4, Lindner, Windisch 3
Quelle: www.leipzig-seiten.de
Fotos: Ingolf Neumann