Standing ovations von 5875 begeisterten Zuschauern, Sekt in Strömen in der Arena Leipzig, Konfettiregen, Blitzlichtgewitter! Der HC Leipzig ist erneut Deutscher Meister, hat seinen Titel durch ein 22:22 gegen Bayer Leverkusen (Hinspiel 28:26) erfolgreich verteidigt. Das Spiel wie zu erwarten: Kampf und auch Krampf über 60 Minuten, in denen die Abwehrreihen inklusive Torhüterinnen dominierten. Kein Zentimeter wurde ohne Gegenwehr hergegeben, bis an die Grenzen des Erlaubten - und auch darüber hinaus - wurde zugepackt. Zweimal konnte sich der HCL mit drei Toren absetzen (5:2/12., 7:4/17.), doch Bayer ließ sich nicht abschütteln. Als aus einem 12:10 (33.) für Leipzig binnen fünf Minuten ein 12:14 wurde, stockte den Zuschauern kurz der Atem. Doch wie schon beim Hinspiel behielt der HCL den Kopf oben und glich schnell wieder aus (14:14/40.). Auch das 18:19 (55.) und 20:21 (58.). Müller setzte schließlich mit dem 22:22 den Schlusspunkt.
Der Rest war Freude pur. Die Meister-Girls ließen sich aufs Parkett fallen, tanzten ausgelassen, genossen den Sekt, spritzten zudem jeden nass, der sich nicht umgehend in Sicherheit bringen konnte. Den Trainern Heine Jensen, der ungewohnt ausgelassen übers Parkett hüpfte, und Jochen Holz gelang das ebenso wenig wie Manager Kay-Sven Hähner. Der hatte dann noch alle Hände voll zu tun, um eine spontane Meisterparty zu organisieren. Bis tief in die Nacht wurde schließlich im Jamboree gefeiert. Als Leipzigs OB Burkhard Jung den HCL-Mädels schließlich den Meisterpokal überreichte, drohte die Arena zu bersten. „Unglaublicher Einsatz, enorme Härte, Spannung pur und der richtige Sieger - einfach toll“, fasste Jung seine Eindrücke zusammen. HCL-Boss Axel Erhard meinte nur: „Wir sind Meister - alles super.“ Kapitän Katja Schülke war „überglücklich. Es war eine schwer erkämpfter Titel, aber ein verdienter.“ Das anerkannte auch Bayer-Trainerin Renate Wolf: „Glückwunsch an Leipzig, das sich in den zwei Spielen insgesamt zu Recht durchgesetzt hat. Wir haben unsere Chance zu Hause vergeben.“