A-Jugend des HC Leipzig zieht nach einem klaren Sieg über Edemissen in die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft ein
Die Ausgangssituation war klar. Nach einem Sieg mit sieben Toren Vorsprung für die A-Jugend des HC Leipzig im Hinspiel gegen die HSG Nord Edemissen schien der Einzug in die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft nur eine Formsache. Doch Trainerin Dr. Marion Mendel hatte ihre Spielerinnen gewarnt: Edemissen hatte in der Liga schon Spiele gedreht, bei denen sie zur Halbzeit mit acht Toren zurücklagen. Zunächst schien aber alles auf einen entspannten Nachmittag in der Kleinen Arena hinauszulaufen. Die HCL-Jugend startete konzentriert in das Spiel und führte nach Toren von Tanja Schorradt und Linda Jäger schnell mit 4:1 (8.Minute). Doch dann schlichen sich Fehler in das Angriffsspiel der Leipzigerinnen ein, Abspielfehler und nicht genutzte Chancen gaben Edemissen die Möglichkeit den Rückstand zu verkürzen. Nach 18 Minuten konnten die Gäste zum 6:6 ausgleichen. Trainerin Mendel reagierte und nahm die Auszeit für den HC Leipzig.
Dennoch ging Edemissen mit 6:8 in Führung (21.Minute). Zwei gute Abwehraktionen des HCL-Nachwuchses führten zunächst wieder zum Ausgleich, nachdem Michelle Schombel den Ball erkämpfte konnte Elisa Möschter ihren Pass im Gegenzug zum 7:8 nutzen, den nächsten Angriff der Niedersachsen stoppte Torfrau Lisa Zimmermann, Stefanie Hummel konnte zum 8:8 ausgleichen. Nach der jetzt folgenden Auszeit von Edemissen setzten sich die Gäste mit drei Toren ab (27. Minute, 9:12). Für die unglücklich agierende Lisa Zimmermann im Leipziger Tor kam jetzt Kathleen Grosser ins Spiel, die sofort mit drei Paraden in das Geschehen eingriff und damit den Grundstein für die Aufholjagd der letzten Minuten in Halbzeit 1 legte. Mit zwei Siebenmetertoren durch Linda Jäger konnten die Leipziger zur Halbzeit zum 12:12 ausgleichen. In der zweiten Halbzeit ließen die Leipzigerinnen dann nichts mehr anbrennen. Nur in den ersten Minuten konnte Edemissen noch mithalten (34.Minute, 15:15), dann schalteten die HCL-Spielerinnen den Turbo ein, wiederum ausgelöst durch ihre Torfrau Grosser, die in der 37.Minute beim Stand von 16:15 einen Siebenmeter halten konnte.
Die nächsten fünf Minuten nutzten die Leipzigerinnen, um ihre Führung zum 20:15 auszubauen, auch Unterzahlsituationen konnten Schorradt und Co. nicht mehr aus dem Rhythmus bringen. Während Torfrau Grosser immer wieder Würfe der Gäste parieren konnte wurden die Chancen durch den HCL-Angriff konsequent genutzt. Mit 31:21 gewann die A-Jugend des HC Leipzig am Ende deutlich und steht nun in der Finalrunde am 19. und 20.Juni im Hessischen Bad Wildungen. Mit jeweils sechs Treffern waren Linda Jäger und Tanja Schorradt die erfolgreichsten Werferinnen für den HC Leipzig. Diesmal ohne eigenen Torerfolg aber stark in der Vorbereitung für die Treffer spielend hatte Michelle Schombel großen Anteil am Erfolg der Leipzigerinnen. Beide Viertelfinalspiele, obwohl nicht immer souverän geführt, haben gezeigt, wie sehr das Team in den letzten Monaten gereift ist. In beiden Partien fanden sich immer wieder Spielerinnen, die Schwächephasen anderer kompensieren konnten. Mit dieser Mannschaftsleistung kann der HCL-Nachwuchs auch das Finalturnier optimistisch angehen. Druck für das Turnier gibt es allerdings keinen, ist doch nach der Qualifikation für die 3.Liga laut Trainerin Mendel “das alles eine schöne Zugabe“.
Quelle: www.leipzig-seiten.de
Für die HCL A-Jugend spielten:
Zimmermann (TW), Grosser (TW), Wähner (TW), Jäger (6/3), Hansel, Schorradt (6), Morenz (1), J.Hummel (5/2), S.Hummel (5), Schombel, König (1), Möschter (3), Windisch (4), Krause