A-Jugend des HC Leipzig im Finale um die deutsche Meisterschaft

Einen Tag vor ihrem Geburtstag konnte sich HCL-Torhüterin Lisa Zimmermann selbst das schönste Geschenk machen. Mit einer ihrer besten Leistungen verhalf sie der A-Jugend des HC Leipzig zum 32:30-Halbfinalsieg über Spandau und damit zum Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft am morgigen Sonntag.

In einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel hatten die Leipzigerinnen das bessere Ende für sich. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte Torfrau Lisa Zimmermann, die 18 Mal gegnerische Angriffe zunichte machte, darunter auch zwei Siebenmeter entschärfen konnte. Auf dem Feld lief derweil Linda Jäger zu Hochform auf und konnte insgesamt 13 Treffer erzielen.

 

Den Torreigen eröffnete indes Spandau mit zwei Treffern in der ersten Spielminute. Zehn Minuten tat sich nicht allzu viel, der HC Leipzig hielt dagegen, konnte aber den Abstand nicht verkürzen (10., 4:6). Während die Leipziger Abwehr gut stand und immer wieder Würfe verhindern oder blocken konnte tat sich der HCL-Nachwuchs im Angriff schwer. Immer wieder gab es Abspielfehler, und so nahm Trainerin Dr. Mendel nach 16 Minuten die Auszeit für Leipzig. Mit Erfolg – im Anschluss erzielte Jacqueline Hummel vor den Augen von Nationaltrainerin Lemmel den Treffer zum 8:8-Ausgleich. Den direkten Gegenzug konnte Torfrau Zimmermann parieren, eine Minute später erhöhte Linda Jäger per Siebenmeter zum 9:8 für den HCL. In der 21. Spielminute war es erneut Jäger per Strafwurf, die den ersten Zweitorevorsprung für die Leipzigerinnen erzielen konnte (10:8). Nach der Spandauer Auszeit kamen die Berlinerinnen wieder besser in Tritt, es gelang schnell der Ausgleich, zur Pause führte Spandau wieder mit einem Tor. Beim Stand von 12:13 durften die Teams in den Kabinen kurz durchatmen.

Auch in Halbzeit zwei sahen die Zuschauer ein unverändert knappes Spiel. Leipzig glich im ersten Angriff aus, wenig später führte Spandau wieder. In Unterzahl verhinderten die Leipzigerinnen schlimmeres: Marlene Windisch konnte das Spiel ausgleichen, danach hielt Zimmermann innerhalb einer Minute drei Bälle des Berliner Angriffs. Dennoch konnte Spandau bis zur 37. Minute seinen Vorsprung bei zwei Toren sichern (15:17), ehe wiederum Windisch und Jäger zum 17:17 in der 39.Minute ausglichen. Vier Minuten später konnte sich der HCL mit vier Toren absetzen, die nächste Unterzahlsituation wegen einer Zeitstrafe gegen Linda Jäger und kurz darauf gegen Marlene Windisch gewannen die Leipzigerinnen sogar und bauten in Unerzahl die Führung zum 22:19 aus (47.). Wenig später führte der HCL-Nachwuchs das erste Mal mit vier Toren, nachdem Linda Jäger im Nachfassen einen verworfenen Siebenmeter ins Spandauer Netz beförderte. Spandau nahm die Auszeit – aber es half nichts mehr. Die Leipziger Spielerinnen stemmten sich gegen den Druck des Gegners und hielten den Vorsprung bis zum Ende bei mindestens zwei Toren. Wenige Minuten vor dem Abpfiff gab es dann auch bei den mitgereisten Fans kein Halten mehr, sie begleiteten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen bis zum Spielende.

Nach dem 32:30 (12:13)-Sieg stehen die Nachwuchsspielerinnen des HC Leipzig nun am Sonntag im Finale um die Deutsche Meisterschaft, dass sie 13 Uhr gegen die SG Oeversee/ Jarplund-Weding bestreiten werden. Zur spielt Spandau gegen Bad Wildungen im kleinen Finale um Platz 3.

 

Quelle: www.leipzig-seiten.de

 

Für den HC Leipzig spielten: Zimmermann, Grosser, Wähner; Jäger 13 Tore/ davon 5 Siebenmeter, Hansel, Schorradt 6, Morenz, J.Hummel 3, S.Hummel 1, Schombel, König, Möschter 3, Windisch 6, Krause

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