Der öffentliche Trainingsauftakt am Freitag und das Kraft- und Lauftraining am Wochenende waren Pflicht. Seit Montag steht für die HCL-Handballerinnen nun die Kür an: Schminken, Stylen und Posieren für Fotos, die für Autogrammkarten und das von den Fans bereits sehnsüchtig erwartete Modeposter verwendet werden. Und die werden beim HCL schon längst nicht mehr nach Schema 08/15 hergestellt. Wie in den letzten Jahren auch wurde das Konzept erdacht von Torsten Strom, der dem Handballverein seit Langem innig verbunden ist. "Auch in den anderen Bereichen haben wir mit langjährigen, treuen Partnern zusammengearbeitet", erzählt HCL-Manager Kay-Sven Hähner, "Denn eingekleidet wurden unsere Spielerinnen wieder mit der neuen Herbst/Winter-Kollektion unseres Mode-Partners." Abgelichtet wurden die "Models" wie in den letzten Jahren von Fotograf Stefan Hoyer.
Die Aktion kam bei den Spielerinnen offenbar sehr gut an. "Die Idee und die Bilder sind toll! Danke, dass ich so etwas tollen machen darf", simste Natalie Augsburg dem Manager. Das Ergebnis des Shootings können die Fans zum ersten Mal am 3. September bestaunen, wenn zwei Tage vor dem ersten Punktspiel (gegen Rosengarten in der Arena) im Modehaus Breuninger eine Autogrammstunde steigt. Doch neben den Marketing-Aktivitäten soll auch das Training nicht zu kurz kommen. Täglich zweimal bittet Coach Heine Jensen zu den "berüchtigten" Kraft-Ausdauer-Einheiten, in denen die Grundlage für die kommenden neun Monate gelegt wird. Zum Ball wird in dieser Woche eher selten gegriffen.
Doch das kommt noch, denn handballerisch steht bald die erste Prüfung an - traditionell beim Stelioplast-Cup in Wittlich vom 6. bis 8. August. Titelverteidiger HC Leipzig spielt in Gruppe A mit Larvik HK und DJK Trier, in Gruppe B kämpfen Bayer Leverkusen, Provital Blomberg (mit Rückkehrerin Nadine Krause) sowie Leipzigs Champions-League-Kontrahent Itxako Estella. Im Überkreuzvergleich der beiden Gruppenbesten werden die Finalisten ermittelt. Auch wenn Ergebnisse in Testspielen nichts zu bedeuten haben - der Sieg bei dem Turnier war zumindest in der vorigen Saison ein gutes Omen. Wie das pfiffige Modeposter auch.